Seit dem Krieg, der über die Ukraine hereingebrochen ist, beschäftigen wir uns mit den Märchen von dort (in unserem Regal stand schon seit vierzig Jahren der entsprechende Band aus den „Märchen der Weltliteratur“ des Eugen Diederichs Verlages). Da entsteht ein ganz anderes Bild, als die Pro­pa­gan­dafiktion von der Ukraine als russischer Provinz ohne kulturelle Eigenständigkeit. Was unsere Priesterin Yaroslawa Black-Terletzka an ihrer Heimat rühmt, ist die eigenständige, ja widerspruchslustige Seelenhaltung, die dieses Gebiet ausmacht, das ja aus vielen Kulturen gespeist ist (von der Donaumonarchie bis hin zu den verschiedenen Seelenbereichen im großen Dreieck zwischen Lwiw, Charkiw und der Krim). Sie haben in den wöchentlichen Aussendungen immer wieder vom abenteuerlichen Leben unserer ukrainischen Gemeinden gelesen; nun möchten wir anhand der Märchen dieser auch in der Not liebenswerten Region näherkommen beim Geselligen Nachmittag am Montag, den 5. September, 15:30 – 17:00 Uhr.

Regina und Frank Hörtreiter